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"Benzinpreise – ich kann darüber nur lachen"

Jeder von uns benötigt Energie, zum Beispiel in Form von Strom, Öl, Gas, Diesel und Benzin. Preisänderungen bei Strom, Öl und Gas merkt man in der Regel nur einmal pro Jahr, wenn man die Rechnungen der Energieversorger bekommt oder man den Öltank auffüllt. Bei Benzin und Diesel spürt man Preisänderungen dagegen bei jedem Tankstop – Benzin wird immer teurer. Einige brauchen Benzin für den Spaß in der Freizeit, so etwa die Besitzer eines SUV (Sport Utility Vehicle), die relativ sinnfrei über Felder und Wiesen heizen. Manch anderer steigt ins Auto, um beim Bäcker an der nächsten Ecke zwei Brötchen zu kaufen. Aber der überwiegende Teil von uns braucht Treibstoff für den täglichen Weg zur Arbeit sowie in der Arbeit. Und viele Hausbesitzer benötigen Benzin für ihren Benzinrasenmäher, ihre Benzinkettensäge oder ihre Benzinheckenschere, um ihr Grundstück zu pflegen.

Zu jedem Ferienbeginn gehen die Preise für Benzin und Diesel in die Höhe. Natürlich können die Ölmultis nichts dafür. Das liegt immer an der bösen OPEC (engl. Organization of the Petroleum Exporting Countries, dt. Organisation erdölexportierender Länder). Die OPEC weiß natürlich, wann in Deutschland Ferien sind, da sieht sie ihre Chance für höhere Gewinne. Oder die Ölmultis (Ölfirmen) zeigt sich beunruhigt über kriegerische Konflikte zwischen Großwaltersdorf (Sachsen/Erzgebirge) und Raboldshausen (Hessen/Zentraldeutschland), und dadurch steigen der Preis für Rohöl auf dem internationalen Markt.

Ich brauche in der Regel nur Treibstoff für mein Auto und für mein Flugzeug (MareksBlog hat jetzt ein eigenes Flugzeug). Normalerweise vergleiche ich benötigte Waren und deren Preise und kaufe dann die Ware mit dem besten Preisleistungsverhältnis. Der Erwerb von Benzin in Australien und der Transport an die deutsche Grenze sind einfach. Auch sind nur wenige bürokratische Hürden zu nehmen und nur wenige Formulare auszufüllen. Schwierig wird es erst bei der Einfuhr nach Deutschland. Das Verfahren und die mit ihm einhergehenden Gebühren, die Gutachten und Anwaltskosten lassen den Spareffekt schnell in Rauch aufgehen. Daher habe ich mir jetzt eine bessere Lösung einfallen lassen: Ich kaufe mich jetzt über Aktien bei den Ölmultis (Ölfirmen) und in die Firmen der OPEC ein – damit bin ich Miteigentümer dieser Unternehmen. An jedem Liter Rohöl, der zum Beispiel im Nahen Osten oder in der Nordsee aus der Erde gepumpt wird, und an jedem Produkt, das die Raffinerie verlässt, verdiene ich mit. Ich sehe es als Investition in die Zukunft an, Öl und Gas werden ja nicht billiger.

In Zukunft kann ich mich jetzt wieder auf jeden Ferienbeginn freuen – obwohl ich kein Schüler mehr bin. Und jedes Mal, wenn ich an die Tankstelle fahre, um einen Tankstop einzulegen, werde ich mich nicht mehr über die Preisentwicklung bei Benzin und Diesel ärgern, denn das Geld, welches ich an der Tankstelle einzahle, geht ja an eines meiner Unternehmen.

Am Ende des Jahres bekomme ich Dividenden von den Unternehmen, an denen ich mich beteiligt habe, auf mein Konto überwiesen. Auch werde ich einmal im Jahr von den Unternehmen zu Kaffee, Kuchen und Häppchenplatte eingeladen. Man nennt das Aktionärsversammlung. Und Aktionärsversammlungen finden nicht immer in Deutschland statt.

Der Preis für ein Barrel (englisch für Fass / das sind circa 160 Liter) Rohöl lag am 20.01.2008 bei 89,70 US-Dollar = 61,43 Euro.

Ich hoffe, der Preis bleibt nicht auf diesem Tiefpreis.

Update: 04.04.2008 ~ Marek "MAFF" Stapff

65,84 Euro für ein Barrel

Danke, Herr Gabriel, jetzt kann ich in meinem Urlaub doch nicht so weit fahren – meine Dividenden werden nun wohl geringer ausfallen. Vier bis zehn Millionen Fahrzeuge hätten das teurere SuperPlus tanken müssen, aber leider hat es nicht geklappt. Danke! :o(

Veröffentlicht: 20.01.2008 ~ Marek
Ort des Geschehens: Tankstelle
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