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"Das digitale Satelliten-Alter hat jetzt auch bei mir begonnen"

Vor wenigen Wochen wurde die Satellitenempfangsanlage von meinem Vermieter einem Upgrade unterzogen: Es wurde das analoge Quad-LNB gegen ein digitales Quad-LNB am Satellitenspiegel ausgetauscht. Das hat einige Vorteile: Das analoge Satellitensignal wird in wenigen Jahren abgeschaltet. Wegen des digitalen LNB kann ich jetzt alle digitalen Satellitenkanäle für das Fernsehen und Radio empfangen. Leider war das erste digitale LNB defekt, die vertikale Polarisation funktionierte nicht, damit waren einige Fernsehsender nicht zu empfangen. Da ich mit der Satellitentechnik kaum Erfahrung hatte und ich den Defekt nicht auf den Receiver, Kabel oder LNB eingrenzen konnte, habe ich eine Elektrofirma in der Nachbargemeinde um Hilfe ersucht. Da wurde mir von einem Fachmann zum Austausch des LNB geraden, da der Fehler wohl am LNB liegen musste. Der Fachmann gab mir auch gleich eines zum Testen mit. Ich baute es ein und alles funktionierte. Dann tauschte mein Vermieter das LNB aus, und ich habe das von mir ausgeliehene LNB dem Fachmann zurückgebracht. Durch den ganzen An- und Abbau wurde der Satellitenspiegel in seiner Ausrichtung verstellt – einige Sender hatten dadurch ein digitales Rauschen bzw. die Empfangsqualität wurde vom Receiver bemängelt. Normalerweise soll man die Ausrichtung des Satellitenspiegels mit einem Messgerät bzw. mithilfe eines Fachmanns durchführen. Da meine Faulheit und mein Geiz an diesem Tag obsiegten, richtete ich den Satellitenspiegel per Hand aus. Nach wenigen Versuchen hatte ich bei allen Sendern eine Empfangsqualität von über 70%. Das reicht vollkommen aus. Je nach Standort muss man sogar schon mit 40% zufrieden sein. Jetzt kann ich circa 300 Radioprogramme und circa 300 Fernsehprogramme über einen der Astra-Satelliten aus aller Welt empfangen, vorher waren es nur circa 35 Fernsehprogramme. Vielleicht werde ich die Satellitenempfangsanlage zur Mulifeed-Anlage umrüsten – dann kann man die Signale von verschiedenen Satelliten über einen Multischalter zu den Receivern schicken, und ich kann mit einen speziellen LNB, der über einen Hin- und Rückkanal verfügt, über einen Satelliten ins Internet gehen.

Ich habe mir den digitalen Satelliten-Receiver DY 3300 CXI von der Firma zehnder zugelegt – dieser wurde mir von einigen Leuten empfohlen. Mit dem Gerät bin ich recht zufrieden – die Umschaltgeschwindigkeit könnte etwas schneller sein, aber eine höhere Umschaltzeit gegenüber dem Kabel-TV ist normal.

Receiver für den Empfang von Satelliten-Signalen
Receiver für den Empfang von Satelliten-Signalen

Eckdaten:
  1. zwei Common Interface-Seckplätze zum Entschlüsseln von Pay-TV-Programmen mit CA-Modulen
  2. eingebauter Kartenleseschacht mit CONAX-Entschlüsselungssystem zum Empfang von Pay-TV-Paketen mit Abo-Karten
  3. MPEG2 und DVB kompatibel
  4. 12-stellige alphanumerische Text-Frontanzeige
  5. bis zu 5000 Programme speicherbar
  6. Vorprogrammierung für 18 Satelliten (Astra, Hotbird, Türksat, ...)
  7. Unterstützt DiSEqC 1.2
  8. Pegelanzeige für Antennenpositionierung
  9. Softwareupdate über Satellit Astra oder per RS232-Schnittstelle
  10. Mehrfach-Bild-Darstellung
  11. zwei Scartbuchsen (TV und VCR)
  12. drei Cinchbuchsen für Video und Audio
  13. S-VHS Ausgang
  14. Netzschalter zum Stromsparen an der Gerätefront
Mit dem digitalen Satelliten-Empfang merkt man erst, wie viele Fernsehprogramme der öffentlich-rechtliche Rundfunk bereitstellt. Ich kann um die 50 Fernsehprogramme zählen, die man dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk zuordnen kann, viele der Fernsehprogramme senden bis auf die regionalen Nachrichten den ganzen Tag den gleichen Inhalt. Das alles finanziere ich über die GEZ-Gebühr von 204,36 Euro pro Jahr mit. Viele meckern ja über die Höhe der Gebühr und bezeichnen die GEZ als Abzocker. Ich kann mich nicht beklagen, die Gebühr ist aus meiner Sich angemessen. Die Sendungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks werden nur in geringem Maße von Werbung unterbrochen, viele Sendungen werden überhaupt nicht von Werbung unterbrochen – der Gang zum Kühlschrank wird dadurch manchmal verhindert, man bleibt schlank. Viele Formate, die im öffentlich-rechtlichen Rundfunk angeboten werden, könnten so unabhängig überhaupt nicht und nicht in dieser Machart von den privaten Sendern in die deutschen Haushalten geliefert werden.

Meine Hitliste des öffentlich-rechtlichen Rundfunks:
  1. hartaberfair - Polittalk - WDR/ARD
  2. polylux - Magazin - EinsFestival/ARD
  3. neues - Magazin - ZDF
  4. quer - Magazin - hr-Fernsehen/BR/EinsFestival
  5. alles - ... - arte


Veröffentlicht: 06.01.2008 ~ Marek "MAFF" Stapff
Ort des Geschehens: Raboldshausen (Neuenstein)
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