MareksBlog!...heute schon gelesen?
"Falsch verbunden, kein Gasthaus"
Wenn man seinen Wohnort wechselt, braucht man in der Regel einen neuen Telefonanschluss. Heutzutage ist so etwas ja kein großes Problem mehr. Eigentlich. Als der planerische Mensch, der ich bin, wollte ich alle Unwägbarkeiten bzw. Fehlerquellen oder Probleme von vornherein ausschließen - und ließ meine Beziehungen spielen. Ein Kollege kennt einen Sachbearbeiter bei einem großen deutschen Telefonanbieter. Schnell waren meine Wünsche und Vorstellungen geäußert und wir kamen ins Geschäft. Der Sachbearbeiter fragte mich: "Welche Nummer hätten's denn gern." Ich: "Mir egal." Wenige Tage später hatte ich die versprochenen Unterlagen im Briefkasten. Telefonanschluss und DSL waren schon freigeschaltet. Soweit alles super! Ich dankte meinem Kollegen und dem Sachbearbeiter von dem großen deutschen Anbieter.Nun kommen wir zum Kern der Geschichte!
Seitdem ich den neuen Anschluss habe, rufen mich wildfremde Leute an und möchten bei mir einen Tisch oder ein Zimmer buchen bzw. möchten den Weg zu meinem Gasthaus wissen. Leider muss ich diese Leute enttäuschen, bei mir gibt es in der Regel für fremde Leute keine Verköstigung oder Schlafmöglichkeiten. Die Enttäuschung der fremden Leute ist groß. Natürlich versuche ich sie zu trösten und mache ihnen Mut.
Welches Gasthaus oder Restaurant möchte gegen eine zu verhandelnde Kopfpauschale von mir Gäste vermittelt bekommen? Einfach melden!
Natürlich mache ich auch Ausnahmen von der Regel. Anmeldungen von Single-Damen zwischen 20 und 35 Lebensjahren nehme ich gern entgegen. Hierbei biete ich einen Rundum-Service zum Pauschalpreis an. Wellness mit Massage, Verpflegung und Ruhemöglichkeiten. Jetzt neu im Programm: Dorfführung durch Raboldshausen (Neuenstein).
Allerdings: Ohne ein wirklich durchdachtes Gesamtkonzept kommt man heute nicht weiter. Vielleicht sollte ich meine Nummer in ganz viele Branchenbücher eintragen lassen. Denn obwohl ich die Telefonnummer schon ca. sechs Monate habe, hatte ich nur ca. fünf Anrufe.
Update: 01.07.2007 ~ Marek "MAFF" Stapff
Die Zahl der Anrufe nimmt nicht ab. Ich denke schon darüber nach, einen eigenen Laden zu eröffnen. Den Namen hätte ich schon: "Mareks Tempel". Auch ein Basis-Konzept ist bereits entwickelt: Es werden verschiedene Getränke ausgeschenkt. Die Speisekarte wird überschaubar sein. Großer Wert wird auf die Unterhaltung der Gäste gelegt werden. Ich denke da zum Beispiel an erotische Darbietungen für die männliche und weibliche Zielgruppe. In der Zwischenzeit verscherbele ich die Anrufer an einen Gastwirt: "Soll ich Ihnen Gäste vermitteln? Die sind schon in der Warteschleife. Legen Sie nicht auf."
Veröffentlicht: 14.04.2007 ~ Marek "MAFF" Stapff
Ort des Geschehens: Raboldshausen (Neuenstein)
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