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"Lizenzen und Patente für Tiere und Pflanzen"

Es gibt Firmen, die haben der Evolution oder dem Herrgott die Weiterentwicklung der Fauna und Flora aus den Händen genommen. Sie wollen alles selbst und alles besser machen, mithilfe der Gentechnik. Sie bauen DNA um und verpassen Pflanzen und Tieren neue Eigenschaften. Haben sie dann ein Tier oder eine Pflanze mit den Verbesserungen zur Serienreife gebracht, muss das neu entstandene Produkt weltweit geschützt und vermarktet werden. Geschützt wird das neue Produkt durch Patente. Danach wird das Produkt auf den Markt gebracht, und das bedeutet: auf die Felder der Bauern. Der Bauer erhält vom Rechteinhaber eine Lizenz gegen ein gewisses Entgelt, die es ihm erlaubt, das Produkt zu züchten bzw. anzubauen, um später dann das Fleisch oder das Getreide weiterzuverkaufen. Mit den Patenten und Lizenzen können die Firmen bestimmen bzw. regeln, was mit ihren Produkten gemacht werden darf und was nicht.

Kein Wunder, dass die Meinungen über Gentechnik durchaus auseinanderklaffen. Die Firmen, die Gentechnik einsetzen, zeigen gern die Chancen auf. Die Gruppen, die gegen die Gentechnik sind, produzieren dagegen eine Studie nach der anderen, die die Gefahren beweist.

Die Gentechnik hat Pflanzen hervorgebracht, die weniger Wasser brauchen oder gegen Pflanzenschutzmittel resistent sind. Das steigert die Erträge – auch in trockenen Regionen. Auf den ersten Blick ist das ein Fortschritt. Aber negative Folgen zeigen sich bereits: In Kanada gibt es jetzt Superunkräuter, die gegen viele Pflanzenschutzmittel resistent sind und die man nun wieder mit der Hand rupfen müsste. Tiere, die durch die Gentechnik aufgewertet bzw. modifiziert wurden, gibt es momentan auf dem freien Markt, noch nicht.

Die Nutzung von gentechnisch veränderten Produkten ist in der Europäischen Union und in vielen anderen Ländern im Vergleich zu den USA noch eher eingeschränkt. Daher machen die Firmen Druck auf die EU, um ihren Produkten freien Zugang zu den Märkten zu verschaffen.

In der Bevölkerung stößt die Gentechnik meist auf Ablehnung und Angst. Das gründet aber meist auf Unwissen. Natürlich darf man die Risiken der Gentechnik nicht unterschätzen. Aber sie ist kein Teufelszeug, sondern Wissenschaft und bietet viele Chancen. Vielleicht sollten sich die Firmen nicht so abschotten und ihre Medienarbeit bei der Bevölkerung verstärken. Mehr Akzeptanz und Verständnis wären wünschenswert. Durch Lobbyarbeit bei den Politikern kann man die rechtlichen Möglichkeiten der Gentechnik positiv beeinflussen, aber die normalen Leute auf der Straße kaufen Gen-Produkte nicht.



Lieber Leser,

Sie sind Interessenvertreter irgendeiner der oben angesprochenen Gruppen, und Sie sind auf der Suche nach einem Mitarbeiter in Festanstellung oder nach einem freien Mitarbeiter? Dann dürfen Sie gern mit mir in Kontakt treten. Ich könnte Ihr Team unter anderem als Medienberater bereichern.

Sie können mich unter den im Impressum genannten Kontaktmöglichkeiten jederzeit erreichen.

Veröffentlicht: 16.03.2008 ~ Marek
Ort des Geschehens: Auf dem Feld
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